0711Büro | Agentur für Kommunikation -

Bereits 1991, als in Berlin noch keiner auf Deutsch zu rappen wagte und die Images im Rap noch nicht kalkuliert waren, gründeten die Massiven zusammen mit anderen Stuttgarter HipHop-Aktivisten wie Afrob und Freundeskreis die legendäre und viel zitierte Kolchose. Jene kreative Stammzelle, die Mitte der 90er Jahre die Motorstadt am Neckar zur Hauptstadt der Kopfnicker avancieren ließ.

Dies zementierten die Massiven 1996 mit ihrem Debütalbum “Kopfnicker”, das auf die 95er EP “Dichter in Stuttgart” folgte. Selten zuvor gelang einer Band das, was die vier Jungs aus der Schwabenmetropole mit diesem Erstlingswerk vorlegten: einen Instant Classic, die Blaupause eines deutschen HipHop-Klassikers.

1999 stieg das zweite Album “Überfall” auf Platz 6 in die deutschen Albumcharts ein – unvergessen sind die Klassiker “Chartbreaker” und “Rapgame” und im Frühjahr des Folgejahres launchten die Massiven ihr eigenes Label “Kopfnicker Records”.

Doch das bisher erfolgreichste Kapitel der Bandgeschichte bescherte das Jahr 2002: Das dritte Album, “MT3″ wurde zum erfolgreichsten HipHop-Album des Jahres, die Chromfelgen-Hymne “Cruisen” wurde zum Sommerhit, der sich, nachdem er stetig die Charts erklommen hatte, wochenlang in den Top Ten hielt. Und wenn es Gema-Gebühren für Stil und Vokabular gäbe, wären die Massiven spätestens seit diesem Album Reimmultimillionäre. Denn was wäre HipHop-Deutschland ohne Ju’s “JaJa”, “Beweg dein Arsch”, “Kopfnicker” oder “Junge”?

Mit “Zurück in die Zukunft” folgte jetzt der nächste Streich, ein prädestinierter Rettungsring, hoffnungsvoller Chartkandidat und zugleich ein lang ersehntes Kontrastprogramm zu der momentan eher mit Schmalspurvokabular gefluteten Reimlandschaft.